Vitamin B7

Vitamin B7 (Biotin)

Wichtigste Funktionen im Stoffwechsel:

  • Energiestoffwechsel: Biotin fungiert als essentielles Coenzym für Carboxylasen. Diese Enzyme sind entscheidend für die Umwandlung von Nahrung in Energie. Konkret ist Biotin wichtig für:
    • Gluconeogenese: Die Bildung von Glukose aus Nicht-Kohlenhydraten (z.B. Aminosäuren).
    • Fettsäuresynthese: Den Aufbau von Fettsäuren.
    • Aminosäureabbau: Den Abbau bestimmter Aminosäuren (z.B. Leucin, Isoleucin, Valin).
  • Genregulation: Spielt eine Rolle bei der Regulation der Genexpression.
  • Erhaltung von Haut, Haaren und Nägeln: Ein Mangel führt zu typischen Symptomen, weshalb Biotin oft als “Schönheitsvitamin” vermarktet wird, obwohl bei normaler Versorgung kein positiver Effekt auf gesunde Strukturen nachgewiesen ist.

Vorkommen in natürlicher Form:
Biotin ist weit verbreitet, aber oft in geringen Konzentrationen.

  • Sehr gute Quellen: LeberHefe (z.B. Bierhefe, Nährhefe).
  • Gute Quellen: Eigelb, Sojabohnen und andere Hülsenfrüchte, Nüsse (v.a. Erdnüsse, Mandeln, Walnüsse), Vollkornprodukte, Samen (Sonnenblumenkerne).
  • Weitere Quellen: Pilze, Blumenkohl, Lachs, Avocado, Spinat.

Besonderheiten:

  • Avidin: Ein Protein in rohem Hühnereiweiß bindet Biotin im Darm und verhindert dessen Aufnahme. Durch Kochen wird Avidin zerstört, sodass gekochte Eier unproblematisch sind.
  • Darmbakterien: Ein Teil des Bedarfs kann durch die Synthese der Darmbakterien gedeckt werden.
  • Mangel: Symptome sind Hautentzündungen (Dermatitis), Haarausfall, brüchige Nägel, Depressionen und Muskelschmerzen. Risikogruppen sind Menschen, die sehr große Mengen rohe Eier konsumieren oder langfristig parenteral ernährt werden.
  • Biotin ist wasserlöslich und relativ stabil gegenüber Hitze, aber säure- und laugenempfindlich.
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