Magnesium

Magnesium

Wichtigste Funktionen im Stoffwechsel:

  • Energiestoffwechsel: Magnesium ist als Co-Faktor für ATP (Adenosintriphosphat) unverzichtbar für alle energieabhängigen Prozesse. ATP muss an Magnesium gebunden sein (Mg-ATP), um biologisch aktiv zu sein. Es ist an über 300 Enzymreaktionen beteiligt.
  • Muskel- und Nervenfunktion: Spielt eine Schlüsselrolle bei der Muskelkontraktion und -entspannung sowie bei der Reizübertragung im Nervensystem. Es wirkt als natürlicher “Gegenspieler” zu Kalzium und kann Muskelkrämpfen entgegenwirken.
  • Elektrolytgleichgewicht: Wichtig für die Aufrechterhaltung des osmotischen Drucks und des Membranpotentials von Zellen.
  • Synthese von Biomolekülen: Beteiligt an der Bildung von DNA, RNA, Proteinen und dem Antioxidans Glutathion.
  • Knochengesundheit: Ca. 60% des Körpermagnesiums sind in den Knochen gespeichert, wo es zur Stabilität beiträgt.
  • Herzfunktion: Reguliert den Herzrhythmus und die Durchblutung.

Vorkommen in natürlicher Form:
Magnesium ist in vielen pflanzlichen Lebensmitteln enthalten.

  • Nüsse und Samen: Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Mandeln, Cashewkerne.
  • Vollkornprodukte: Vollkornbrot, Haferflocken, Naturreis, Quinoa.
  • Hülsenfrüchte: Bohnen, Linsen, Kichererbsen, Erbsen.
  • Grünes Blattgemüse: Spinat, Mangold, Grünkohl.
  • Dunkle Schokolade (Kakaogehalt >70%).
  • Mineralwasser (magnesiumreich: > 50 mg/L).
  • In geringerem Maße: Fleisch, Milchprodukte, Fisch.

Besonderheiten:

  • Interaktionen: Ein hoher Konsum von Alkohol, Koffein, Zucker oder viel Kalzium kann die Magnesiumaufnahme beeinträchtigen oder die Ausscheidung erhöhen.
  • Mangelsymptome: Können subtil sein: Muskelkrämpfe, -zuckungen, Müdigkeit, innere Unruhe, Kopfschmerzen, Herzrhythmusstörungen.
  • Risikogruppen: Sportler (vermehrter Verlust durch Schweiß), Menschen mit chronischem Stress, Verdauungsstörungen (z.B. Morbus Crohn), Diabetes mellitus, Alkoholabhängigkeit, ältere Menschen.
  • Regulation: Der Körper kann Magnesium nicht selbst produzieren und speichert es nur begrenzt, daher ist eine regelmäßige Zufuhr nötig.
  • Supplementierung: Bei Mangel sinnvoll, eine zu hohe Zufuhr (v.a. isoliert als Supplement) kann abführend wirken.

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