Vitamin K

Vitamin K

Wichtigste Funktionen im Stoffwechsel:

  • Blutgerinnung (Koagulation): Vitamin K ist unerlässlich für die Bildung mehrerer Gerinnungsfaktoren (II, VII, IX, X) in der Leber. Es wirkt als Coenzym bei der sogenannten γ-Carboxylierung, die diese Proteine aktiviert. Ein Mangel führt zu erhöhter Blutungsneigung.
  • Knochenstoffwechsel: Aktiviert Osteocalcin und andere Proteine, die für den Einbau von Kalzium in die Knochenmatrix (Mineralisation) und die Knochengesundheit wichtig sind.
  • Zellwachstum & Gefäßgesundheit: Beteiligt an der Regulation des Zellwachstums und verhindert die Kalzifikation (Verkalkung) von Weichgeweben wie Blutgefäßen.

Vorkommen in natürlicher Form in zwei Haupttypen:

1. Vitamin K1 (Phyllochinon) – Hauptform in der Ernährung

  • Grünes Blattgemüse: Grünkohl, Spinat, Brokkoli, Rosenkohl, Salat, Petersilie.
  • Pflanzliche Öle: Rapsöl, Sojaöl, Olivenöl.
  • Weitere: Früchte (z.B. Kiwi, Avocado), Gemüse.

2. Vitamin K2 (Menachinone, MK-n)

  • Fermentierte Lebensmittel: Natto (fermentierte Sojabohnen, sehr reichhaltig, v.a. MK-7), gereifter Käse (z.B. Gouda, Brie), Sauerkraut.
  • Tierische Produkte: Eigelb, Butter, Leber, Fleisch (v.a. von mit Gras gefütterten Tieren).
  • Darmbakterien: Ein Teil des Bedarfs kann durch die Synthese von Darmbakterien gedeckt werden (Resorptionsort ist jedoch umstritten).

Besonderheiten:

  • Fettlöslich: Für eine gute Aufnahme ist etwas Nahrungsfett erforderlich.
  • Resistenz: Relativ hitzestabil, aber lichtempfindlich.
  • Antagonisten: Medikamente wie Cumarine (z.B. Marcumar) hemmen die Vitamin-K-Wirkung, um die Blutgerinnung gezielt zu vermindern. Patienten mit diesen Gerinnungshemmern müssen eine konstante Vitamin-K-Zufuhr einhalten und stark wechselnde Mengen (v.a. von K1-reichem Gemüse) vermeiden.

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